Eine knappe Kiste – (DNN)

Die Kochsternstunden 2019 sind Geschichte. Die Sieger des beliebten Menüwettbewerbs wurden bekannt gegeben. Die Entscheidung war in diesem Jahr denkbar knapp.

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Dresden

Es ist vollbracht: Am vergangenen Sonntag fanden die letzten Kochsternstunden-Menüs ihren Weg in die hungrigen Mägen der Gäste, die im Anschluss als Restauranttester fungieren und ihre Bewertung in den Kategorien Geschmack, Kreativität, Ambiente, Service, Preis/Leistung und Getränkebegleitung vergeben konnten. Bereits zum elften Mal wurde nun das Restaurant gekürt, das mit den meisten Stimmen als Sieger des beliebten Genusswettbewerbs hervorging. Und die Entscheidung war denkbar eng in diesem Jahr, wie Initiator Clemens Lutz verrät: „Wir mussten dieses Mal Formel 1 spielen und die Nachkommastellen mit heranziehen – ansonsten hätten wir ganze zwölf zweite Plätze vergeben müssen. Das war wirklich eine ganz knappe Kiste.“

Der Sieg geht nach Radebeul

Berücksichtigt wurden bei der Auswertung, die wieder über das Dresdner Marktforschungs- und IT-Unternehmen Spectos abgewickelt wurde, nicht nur die Summe der erreichten Punkte, sondern auch die Anzahl der erfolgten Abstimmungen, um ein möglichst faires Ergebnis zu erzielen. Bei den diesjährigen Kochsternstunden wurden ganze 4100 Menüs gegessen, immerhin 60 mehr als im Vorjahr. Dennoch wurden insgesamt 14 Bewertungen weniger abgegeben.

Die goldene Nadel für den ersten Platz durfte sich diesmal Marcel Kubevom Restaurant Atelier Sanssouci in der Villa Sorgenfrei in Radebeulans Revers seiner Kochjacke heften. Den zweiten Platz und damit die silberne Nadel – übrigens aus dem Hause Navacho und damit ebenfalls eine Dresdner Produktion – ging an Ronny Löser von der Genussbar in Freiberg, der sich ebenfalls über den dritten Platz in der Sonderkategorie „Beste Servicekraft“ freuen konnte und beide Auszeichnungen sichtlich gerührt entgegen nahm. Kein Wunder, denn Löser hatte nach der Übernahme und Neukonzeptionierung des Restaurants im Oktober eigentlich alle Hände voll zu tun und hätte um ein Haar seine Teilnahme bei den Kochsternstunden abgesagt.

Der Menüwettbewerb und das Tagesgeschäft liefen deshalb parallel: „Das war schon eine Herausforderung“, fasst Löser zusammen, „umso stolzer bin ich darauf, wie mein Team das gemeistert hat“. Die bronzene Nadel für Platz 3 ging an das St. Andreas im Hotel Blauer Engel in Aue, den vierten Platz belegte Elvis Herbek vom RestaurantFinesse in Dresden. Über den fünften Platz konnte sich Verena Leisterfreuen, die mit ihrem PopUp-Konzept „Flavour Blast“ ihre Gäste in den eigenen vier Wänden mit zwölf Gängen (davon sieben Löffel) bekochte.

Hohes Niveau, tolles Essen

In der Sonderkategorie „Beste Servicekraft“ heimste Neven Zec vom Palais Bistro im Taschenberg Kempinski die Silberne Nadel ein, auf Platz 1 landete mit Nicole Hieke vom Restaurant Finesse eine Wiederholungstäterin: schon im Vorjahr waren ihr die Herzen der Gäste nur so zugeflogen.

Initiator Clemens Lutz zeigte sich über das Ergebnis und den Verlauf der Kochsternstunden mehr als zufrieden: „Das Niveau war insgesamt noch höher als im letzten Jahr, es waren unglaublich viele tolle und kreative Gerichte dabei. Und wir haben tatsächlich bewusst die für die Gastronomie umsatzschwächste Zeit gewählt – diesmal waren die kompletten Winterferien dabei.“ Der Termin für Runde 12 steht übrigens auch schon: Die Kochsternstunden 2020 starten am 7. Februar.

Von kcu / Dresdner Neueste Nachrichten
Foto: DNN, Kochsternstunden 2019: Initiator Clemens Lutz gratuliert Nicole Hieke (Beste Servicekraft) vom Restaurant Finesse und Gewinner Marcel Kube vom Restaurant Atelier Sanssouci in Radebeul. Quelle: Anja Schneider